Bananen sollten für Hunde kein Grundnahrungsmittel sein

Die meisten Hunde mögen Bananen sehr gern, denn sie sind süß, enthalten im Gegensatz zu anderen Früchten aber fast keine Säure. Deswegen kommt es gar nicht selten vor, dass Hunde sich selbst mit geraubten Bananen versorgen. Spätestens dann stellt sich jedem Hundehalter die Frage, ob Hunde Bananen überhaupt essen dürfen.

Dürfen Hunde Bananen essen?

Ja, Hunde dürfen Bananen essen. Wegen ihrer Nährstoffzusammensetzung sind Bananen aber kein Grundnahrungsmittel für Hunde, sondern eher ein Snack. Für Magen und Darm sind Bananen sogar ein Heilmittel. Wie bei jeder Medizin ist Überdosierung zu vermeiden, da sonst schädliche Nebenwirkungen eintreten können.

Kann mein Hund gegen Bananen allergisch sein?

Ja, das kann tatsächlich vorkommen. Weit häufiger reagieren Allergiker allerdings nicht primär auf die Banane, sondern haben eine Kreuzallergie mit Birkenpollen.

Das bedeutet, wenn dein Hund eine Pollenallergie hat, solltest du äußerst vorsichtig im Umgang mit Bananen sein. Weißt Du vielleicht sogar schon sicher, dass er gegen Birkenpollen allergisch ist, dann halte ihn lieber von Bananen fern.

Sind Bananen gesund für Hunde?

Bananen sind reich an Kalium, Magnesium, Kalzium und Vitamin B6. Außerdem enthalten sie geringe Mengen an Eisen und Zink sowie weitere Vitamine der B-Gruppe und Vitamin A.

Magnesium und Kalzium sind wichtig für den Bewegungsapparat, Eisen ist zur Blutbildung nötig und Zink unterstützt das Immunsystem deines Hundes. Vitamin B6 fördert zudem den Gehirnstoffwechsel.

Zu dieser insgesamt gesunden Nährstoffkombination kommen noch Vitamin E und andere Antioxidantien, die vor Zellalterung schützen.

Nicht uneingeschränkt gesundheitsfördernd ist nur der hohe Kaliumanteil. Kalium ist ein Elektrolyt, das Muskeln und Nerven benötigen. Außerdem ist es für die Regulierung des Blutdrucks notwendig.

Problematisch ist, dass eine Überversorgung mit Kalium zu Herzproblemen führen kann. Wenn du deinen Hund mit Fertigfutter ernährst, erhält er damit bereits genügend Kalium. Erhöhten Bedarf daran haben nur Sportler oder Hunde, die wegen einer Erkrankung an Kaliummangel leiden.

Du tust deinem Hund daher nicht unbedingt Gutes, wenn du ihm sehr viel Banane gibst.

Bananen enthalten außerdem reichlich Pektin. Dieser Ballaststoff regt die Verdauung an und kann Wasser binden, was bei Durchfall hilfreich sein kann. Ist ein Hund durch eine Krankheit des Verdauungsapparates bereits geschwächt, kann die extrem leicht verdauliche Banane mit ihrem hohen Kalorien- und Elektrolytgehalt wahre Wunder wirken.

Das wird noch unterstützt durch ihre beruhigende Wirkung auf die Magenschleimhaut.

Bananen liefern Energie für Sporthunde

Der Kaloriengehalt von Bananen ist für eine Frucht vergleichsweise hoch. Ein Kilogramm Bananen hat knapp 900 kcal.

Getrocknete Bananen, die meist in Scheiben erhältlich sind, bringen es sogar auf knapp 300 kcal pro 100 g und damit immerhin auf den halben Brennwert von Schokolade.

Bringt dein Hund eventuell schon ein etwas zu viel auf die Waage, solltest du ihm Bananen wirklich nur sehr knapp rationiert geben. Bei Sporthunden sieht das etwas anders aus – für Leistungssportler ist Banane wie ein Elektrolytgetränk für Training oder Wettkampf.

Der hohe Zuckergehalt von Bananen stellt Energie zur Verfügung und Magnesium unterstützt die Muskulatur und schützt vor Krämpfen. Dennoch sollte es auch hier bei der Verfütterung an deinen Hund nicht übertrieben werden. Die Banane ist kein Futterersatz.

Können Bananen beim Hund Verstopfung verursachen?

Die Auffassung, Bananen hätten eine stopfende Wirkung, ist weit verbreitet. Tatsächlich trifft das nur auf unreife (grüne) Bananen zu. Bananen enthalten Stärkeverbindungen, die sich während des Reifeprozesses verändern. Deshalb können unreife Bananen tatsächlich auch gegen Durchfall helfen.

Reife Bananen wirken dagegen durch ihren Gehalt an Ballaststoffen verdauungsfördernd. Wenn du deinem Hund also Bananen geben möchtest, um Durchfall zu lindern, dann nur frische Bananen.

Vollreife (braune) Bananen können Durchfall einerseits verstärken, können andererseits durch ihren hohen Gehalt an Pektin aber im Darm Wasser an sich binden und so bei flüssigen Durchfällen trotzdem nützlich sein.

Welcher Effekt bei deinem Hund im akuten Fall vorrangig eintreten würde, lässt sich nicht vorhersagen.

Vorsicht – Bananenschale!

Hier geht es ausnahmsweise nicht um die Gefahr, auf einer Bananenschale auszurutschen. Viel wahrscheinlicher ist, dass ein Hund eine Banane mit Schale frisst, falls er sich selbst am Obstkorb bedient.

Nicht selten liegen draußen weggeworfene Bananenschalen auf dem Boden. Wenn dein Hund Bananen liebt, wird er sie finden und vermutlich schneller verschlucken, als du sie ihm abnehmen kannst.

Das ist im Grunde nicht schlimm, denn eine Bananenschale sollte den Verdauungstrakt eines gesunden Hundes im Normalfall problemlos passieren und auf dem üblichen Weg wieder verlassen.

Bei sehr kleinen Hunden oder Welpen, die eine Schale samt Stiel gefressen haben, ist es besser, mit dem Tierarzt zu sprechen. Das gilt auch für Hunde, die bereits bekannte Probleme mit Magen oder Darm haben.

Dennoch sollte das Verspeisen von Bananenschalen nicht zur Gewohnheit werden. Die Schalen sind überwiegend mit Konservierungsmitteln und Pestiziden behandelt und daher giftig.

Was schmeckt Bananenliebhabern sonst noch?

Wenn dein Hund Bananen mag, kannst du ihm statt einer üblichen Banane eine Kochbanane zubereiten. Außerdem schmecken ihm vielleicht auch Süßkartoffeln (gehört zur Familie der Windengewächse).

Im Gegensatz zu Speisekartoffeln (Familie der Nachtschattengewächsen) enthalten die zwar kein Solanin, sodass sie roh gefüttert werden könnten. Es wäre trotzdem nicht sinnvoll, denn dein Hund kann die Nährstoffe aus der rohen Süßkartoffel nicht verwerten.

Kommen Bananen im Hundefutter vor?

Es gibt noch kein Fertigfutter für Hunde, das Bananen enthält, aber Hundesnacks mit Bananen sind bereits im gut sortierten Fachhandel erhältlich.

Ich gebe meinem Hund gerne die Snack Fruitees von Bosch, welche ich jeweils hier kaufe (Amazon.de, Amazonaffiliatelink). Neben Banane ist darin auch frisches Geflügel enthalten und der Hundesnack eignet sich sehr gut als Belohnung.

Ein klares „Ja, aber…“ zur Banane für Hunde

Die Antwort auf die Frage, ob Hunde Bananen essen dürfen, ist mit einem eingeschränkten „Ja“ zu beantworten. Wenn dein Hund den Kaloriengehalt der Bananen verkraften kann, spricht nichts dagegen, ihn regelmäßig reife Bananen naschen zu lassen.

Dabei solltest du dir aber sicher sein, dass er damit nicht zu viel Kalium aufnimmt.