Beagle Boxer Mix im Portrait

Der Beagle Boxer Mix wurde erstmals ab den 2000er Jahren in den USA gezüchtet. Der Mischling, der von seinen Fans auch als „Boggle“, „Boxel“ oder „Beagle Box“ bezeichnet wird, ist daher eines der jüngsten Mitglieder in der Riege der Designerhunde.

Der Beagle Boxer Mischling ist ein freundliches Schlappohr

Der „Boggle“ ist eine Kreuzung zwischen einem reinrassigen Beagle und einem Boxer. Das Ergebnis: Ein liebeswertes Schlappohr, das die Herzen von Hundefreunden im Nu erobert.

Der Beagle zählt zu den beliebtesten Hunden, der sich auch in der Populärkultur als Comic- und Filmheld einen Platz erobert hat.

Der Beagle wurde ursprünglich als Jagdhund gezüchtet. Als lauffreudiger Vierbeiner war er prädestiniert, in der Meute Feldhasen und Wildkaninchen zu jagen.

Der Boxer wurde ebenfalls als Arbeitshund gezüchtet. Im Unterschied zum Beagle wurde der muskulöse Vierbeiner auf größeres Wild wie Bären und Wildschweine angesetzt.

Die Historie der Elternrassen als Jagd- und Meutehunde darf aber keineswegs über ihr freundliches Wesen hinwegtäuschen.

Sowohl der Beagle als auch der Boxer sind liebevolle und treue Vierbeiner. So ist auch der „Boggle“ ein freundlicher und loyaler Vierbeiner, der sich im Kreise einer Familie besonders wohl fühlt.

Größe und Gewicht des Mischlings

Zwischen dem Beagle und dem Boxer bestehen hinsichtlich der Größe und des Gewichts gravierende Unterschiede.

Während der Beagle eine Widerristhöhe von maximal 41 Zentimetern erreicht, kann ein Boxer zu einem stattlichen Vierbeiner mit einer Höhe von bis 63 Zentimetern heranwachsen.

Beim Gewicht sind die Unterschiede noch markanter: Ein Boxer wiegt zwischen 25 und 32 Kilogramm. Im Vergleich dazu ist der Beagle mit einem durchschnittlichen Gewicht von zehn Kilogramm ein Fliegengewicht.

Angesichts der großen Unterschiede können Größe und Gewicht des „Boggles“ stark variieren. Bei der Widerristhöhe liegt die Spannbreite zwischen 33 und 76 Zentimetern und beim Gewicht zwischen 9 und 36 Kilogramm.

Wer einen Boggle-Welpen adoptiert, sollte sich daher darauf einstellen, dass sich sein kleines Fellknäuel zu einem stattlichen Vierbeiner entwickeln kann, der ausreichend Platz benötigt.

Aussehen

Bei einer Hybridzüchtung schlagen die Gene Kapriolen. Daher kann das Aussehen eines Mischlings im Vorfeld nur wage prognostiziert werden.

In Abhängigkeit davon, welche Gene beim „Boggle“ dominieren, kann er dem Beagle oder dem Boxer ähnlich sehen. Ebenso wie bei der Größe und beim Gewicht sind viele Varianten möglich.

Aller Unwägbarkeiten zum Trotz – einige Voraussagen können bei diesem Mischling dennoch gemacht werden: Sowohl der Beagle als auch der Boxer haben eine breite Brust und eine gerade Haltung. Daher wird der „Boggle“ einen wohlproportionierten Körperbau haben.

Das Gleiche gilt für die Ohren. Da beide Elternteile herabhängende Ohren haben, wird der Mischling zu einem „Schlappohr“ heranwachsen.

Anders verhält es sich bei der Kopfform. So kann der „Boggle“ sowohl den breiten Fang und den quadratischen Kopf des Boxers erben als auch die schmal zulaufende Schnauze des Beagles. In der Regel hat der Mischling eine breitere Kopfform als ein reinrassiger Beagle.

Typische Fellfarben

Das Farbspektrum des Beagles und des Boxers umfassen die Farben Weiß und Schwarz sowie eine breite Palette an Brauntönen. Der Boxer kann darüber hinaus auch einen gestromten Mantel tragen.

Beide Hunderassen haben bei der Fellfarbe charakteristische Merkmale. So hat der Boxer, unabhängig von der Fellfarbe, einen weißen Brustfleck. Der Beagle wiederum trägt den für seine Rasse typischen zwei- oder dreifarbigen Mantel.

Der Beagle Boxer Mix kann daher einen ein- oder mehrfarbigen Mantel tragen. In seltenen Fällen kann er auch ein partiell gestromtes Fell haben.

Die Fellbeschaffenheit des Beagle Boxer Mix

Der Beagle Boxer Mix ist ein pflegeleichter Hausgenosse. Da sowohl der Beagle als auch der Boxer ein kurzes und glattes Fell haben, wird der Nachwuchs relativ wenig Haare verlieren.

Bei diesem Mischling genügt es, wenn Frauchen und Herrchen einmal pro Woche zur Bürste greifen.

Bei dem wöchentlichen Pflegeprogramm dürfen die langen Ohren nicht zu kurz kommen. Da sich Zecken, Flöhe und andere Parasiten gerne in den Schlappohren einnisten, müssen diese regelmäßig kontrolliert und gründlich ausgeputzt werden.

Wesen

Der Beagle und der Boxer sind fröhliche und liebenswerte Zeitgenossen. Entsprechend hat auch der „Boggle“ ein umgängliches Wesen, was ihn bei Alt und Jung beliebt macht.

Sowohl der Beagle als auch der Boxer sind kleine „Intelligenzbestien“. Daher ist auch der „Boggle“ nicht auf den „Kopf gefallen“ – der Mischling ist ein wissbegieriger Vierbeiner, der schnell Kommandos und Tricks erlernt.

Neben diesen positiven Wesensmerkmalen kann der „Boggle“ aber auch einen ausgesprochenen Dickschädel an den Tag legen. Diese Sturheit ist dem Arbeitshintergrund der Elterntiere geschuldet – schließlich mussten sie sich gegenüber Wildtieren durchsetzen.

Jagdhunde zeichnen sich aber nicht nur durch Sturheit aus, sondern auch durch einen hohen Grad an Loyalität. So wird der „Boggle“ Frauchen und Herrchen immer treu zur Seite stehen.

Das Temperament des Beagle Boxer Mischlings

Der Beagle und der Boxer sind als Jagdhunde wahre Naturburschen, die das Wild über weite Strecken verfolgen können. Da nimmt es nicht Wunder, wenn sich auch ihr Nachwuchs in freier Natur austoben möchte.

Der agile Vierbeiner ist daher weniger ein Hund für den urbanen Raum. Der „Boggle“ benötigt eine naturnahe Umgebung, in der er sich austoben und im Gras wälzen kann.

In freier Natur kann der „Boggle“ auch seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen: Dem Schnüffeln. Diese Leidenschaft ist dem Beagle-Elternteil geschuldet. Der Beagle gilt aufgrund seiner sehr feinen Nase als der „Sherlock Holmes“ unter den Hunderassen.

Frauchen und Herrchen müssen den Jagd- und Schnüffelinstinkt ihres Vierbeiners aber etwas im Zaum halten. Andernfalls wird der Mischling nicht nur Hasen nachjagen, sondern auch anderen pelzigen Vierbeinern wie Katzen, Hamster und Meerschweinchen.

Hat der Beagle Boxer Mix eine Veranlagung für gesundheitliche Probleme?
Die gute Nachricht zuerst: Mischlingshunde leiden seltener unter zuchtbedingten Krankheiten als reinrassige Tiere.

Die Hybridvitalität ist dennoch keine Garantie dafür, dass die Nachkommen vor erblich bedingten Krankheiten gefeit sind. So kann auch der „Boggle“ unter den rassetypischen Krankheiten des Beagles und des Boxers leiden.

Sowohl der Beagle als auch der Boxer haben eine erhöhte Prädisposition für die Hüftdysplasie. Daher hat auch der Boggle“ ein größeres Risiko für diese Gelenkerkrankung.

Der „Boggle“ kann ferner die Veranlagung des Beagles für Augenerkrankungen wie Netzhautatrophie, Keratokonjunktivitis sicca (KCS) oder Nickhautdrüsenvorfall (Kirschauge) erben. Seitens des Boxers kann die Veranlagung für Herzkrankheiten an den „Boggle“ weitergegeben werden.

Neben den genetischen Prädispositionen für spezifische Erkrankungen kann der Beagle Boxer Mix eine weitere Veranlagung erben:

Den übermäßigen Appetit! Da überflüssige Pfunde vor allem Gelenkerkrankungen Vorschub leisten, sollten Boggle-Besitzer auf das Gewicht ihres Vierbeiners achten.

Welche Lebenserwartung hat der Boxer Beagle Mix?

Die Lebenserwartung eine Hundes wird nicht nur von dem Gesundheitszustand und der artgerechten Haltung bestimmt. Auch die Größe des Tieres ist ein wichtiger Parameter. Die Faustregel lautet: Je kleiner der Hund, desto größer ist seine Lebenserwartung.

Als Vertreter mittelgroßer Hunderassen kann der Boxer zwischen zehn und zwölf Jahre alt werden. Der kleinere Beagle hat eine Lebenserwartung von bis zu 15 Jahren.

Wenn der „Boggle“ ein glückliches Hundeleben führt, kann er seine Besitzer zwischen 13 und 15 Jahre begleiten.

Welpen

Ein Boggle-Welpe ist ein aufgewecktes Kerlchen, das seine Familie auf Trab hält. Wer einen kleinen „Boggle“ adoptiert, sollte daher viel Zeit für sein neues Familienmitglied haben.

Neben der Zeit müssen Frauchen und Herrchen aber auch eine gute Portion aufbringen. Das Fellknäuel hat den Dickschädel von Mama und Papa geerbt! Der Welpe muss daher lernen, wer im Rudel den Ton angibt.

Neben Spiel, Spaß und viel Auslauf sollte daher auch Gehorsamkeitstraining auf dem Stundenplan stehen.

Die Erziehung darf aber keinesfalls mittels Bestrafung erfolgen, sondern auf der Basis positiver Verstärkung. Restriktive Maßnahmen können das Vertrauensverhältnis nachhaltig stören.

Da der „Boggle“ einen ausgeprägten Jagdinstinkt hat, sollte er
früh mit anderen Tieren in Kontakt kommen. So kann er lernen, dass Stubentiger und Hamster keine potentielle Beute darstellen.

Züchter

In den DACH-Ländern haben sich bislang nur wenige professionelle Züchter von Hybridhunden etabliert.

Wer sich für einen Mischlingshund wie den Beagle Boxer Mix entschieden hat, muss dennoch nicht verzagen – es gibt viele private Züchter, die ihren Nachwuchs im Internet oder in Fachpublikationen anbieten.

Bei den privaten Anbietern handelt es sich in der Regel um verantwortungsbewusste Züchter, denen das Wohlergehen ihres Hundenachwuchses am Herzen liegt.

Interessenten sollten dennoch Vorsicht walten lassen, denn auf dem Markt tummeln mitunter zwielichtige „Hinterhofzüchter“, die rein monetäre Interessen verfolgen.

Wer einen Boggle-Welpen adoptieren möchte, sollte sich in jedem Fall veterinärmedizinische Dokumente über den Gesundheitszustand der Welpen, aber auch der Elterntiere vorlegen lassen. So kann das Risiko der direkten Weitergabe genetisch bedingter Krankheiten minimiert werden.

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