Labrador Boxer Mix („Boxador“) im Portrait

Der Labrador Boxer Mix ist eine relativ neue Züchtung, die ihren Ursprung in den USA hat. Auch wenn es sich um eine junge Mischrasse handelt, ist der Labrador Boxer Mix zu einem der beliebtesten Mischlingshunden avanciert.

In seiner großen Fangemeinde wird er auch als „Boxador“ „Boxerdor“, „Laboxer“, „Boxerlab“ oder auch ganz einfach als „Boxer Lab Mix“ bezeichnet.

Der Labrador Boxer Mischling ist eine wahre Sportskanone

Der Labrador Boxer Mix ist eine Hybridzüchtung zwischen den beiden beliebtesten Hunderassen: dem Labrador Retriever und dem Boxer. Mit der Kreuzung werden viele positive Eigenschaften beider Rassen vereint.

Boxer

Der Boxer wurde ursprünglich als „Bullenbeißer“ für die Wildschweinjagd gezüchtet. Der martialische Spitzname darf aber nicht über seine verspielte und freundliche Natur hinwegtäuschen.

Der Labrador wurde ebenfalls für die Jagd gezüchtet. Seine Aufgabe bestand darin, erlegtes Wild, meist Wasservögel, zu apportieren. Ebenso wie der Boxer ist auch der Labrador ein liebenswerter Zeitgenosse.

Labrador Retriever im Gras

Der Labrador Boxer Mix erbt nicht nur die positiven Charaktereigenschaften der beiden Elternrassen, sondern auch deren „Sportsgeist“. Spiel- und Bewegungsfreue stecken dem Mischling daher in den Genen.

Das Energiebündel liebt ausgedehnte Spaziergänge und sportliche Betätigung. Der Labrador Boxer Mix ist daher kein Hund für Müßiggänger oder Couchkartoffeln.

Größe und Gewicht des Labrador Boxer Mix

Wer einen Boxador-Welpen in sein Zuhause holt, wird sich fragen: wie groß wird mein Mischling? Da der „Boxador“ von großen Elternrassen abstammt, wird der kleine Vierbeiner zu einem stattlichen Hund heranwachsen.

Sowohl der Labrador als auch der Boxer sind mit durchschnittlich 30 Kilogramm in der selben Gewichtsklasse. Bei einer Widerristhöhe von bis zu 63 Zentimetern übertrifft der Boxer aber den Labrador, der eine maximale Schulterhöhe von 60 Zentimetern erreicht.

Ein Labrador Boxer Mix kann eine Größe von 54 bis 63 Zentimetern erreichen. Das Gewicht beträgt bei weiblichen Tieren bis zu 32 und bei Rüden bis zu 36 Kilogramm.

Typisches Aussehen des Labrador Boxer Mischlings

Bei Hybridzüchtungen kann kaum vorhergesagt werden, welche Gene dominieren. Dementsprechend kann auch das Aussehen des Labrador Boxer Mix variieren.

Der Labrador und der Boxer haben eine vergleichbare Anatomie. Beide Hunderassen sind kräftig und muskulös gebaut. Der Körperbau des Boxer ist aber kompakter und „quadratischer“ als der des Labradors.

Der „Boxador“ ist aber insgesamt etwas stämmiger als der Labrador. Da der Boxer einen mächtigen Kiefer hat, fällt seine Schnauze in der Regel etwas breiter aus.

Ein Merkmal kann im Vorfeld aber definiert werden: beide Hunderassen besitzen Schlappohren. Daher wird auch der Labrador Boxer Mix herabhängende Ohren haben.

Fellfarben des Labrador Boxer Mix

Beide Elternteile des „Boxadors“ bringen eine reichhaltige Palette an Fellfarben mit. Sie umfasst viele Brauntöne sowie Schwarz und Weiß. Einige Boxer haben darüber hinaus eine gestromte Fellzeichnung.

Bei dem großen Angebot an Farbvariationen kann der Labrador Boxer Mix entsprechend viele Fellfarben haben. Dazu gehören Schwarz und Weiß, unterschiedliche Brauntöne sowie Grau. Viele „Boxadore“ haben auch ein gestromtes Fell in braun-weiß oder schwarz-weiß.

Die Fellbeschaffenheit eines Boxadors

Der Labrador und der Boxer haben ein kurzes und glattes Fell, wobei das Fell des „Labbis“ ein wenig länger ist und eine Unterwolle hat. In der Regel erbt der „Boxador“ das kurze Fell des Boxers.

Beide Hunderassen haben aber eine Gemeinsamkeit: sie verlieren viele Haare. Daher ist regelmäßiges Bürsten angezeigt.

So verteilt der Vierbeiner nicht nur weniger Haare in der Wohnung. Das Ausbürsten ist auch ein gutes Pflegeprogramm für ein gesundes und glänzendes Fell.

Welches Temperament hat der Labrador Boxer Mix?

Beim Temperament gibt es viele Übereinstimmungen zwischen dem Labrador und dem Boxer. Beide Hunderassen zeichnen sich durch einen hohen Energielevel und Spieltrieb aus.

Ein Labrador Boxer Mix muss daher körperlich gefordert werden. Ob Spazierengehen, Ballspielen oder „Stöckchenholen“ – der quirlige Vierbeiner ist immer dabei.

Wer sich für einen Labrador Boxer Mix entscheidet, sollte genügend Zeit einplanen. Der Vierbeiner benötigt am Tag mindestens eine Stunde Bewegung. Wenn der „Boxador“ nicht ausgelastet ist, lässt er seine überschüssige Energie an Möbeln oder Blumenbeeten aus.

Das Wesen des Labrador Boxer Mischlings

Wer einen Labrador Boxer Mix in sein Heim holt, hat nicht nur einen treuen und freundlichen Hausgenossen. Der sympathische Vierbeiner ist auch ein ausgezeichneter Wachhund mit einem großen Beschützerinstinkt.

Ein Labrador Boxer Mix liebt die Gesellschaft von Menschen und anderen Tieren und leidet sehr, wenn er längere Zeit alleine gelassen wird. Wenn er Frauchen oder Herrchen nicht begleiten darf, beginnt er zu Jammern und zu Heulen.

Der Labrador Boxer Mix ist ein idealer Familienhund, der sich gut mit Kindern verträgt. Der „Boxador“ hat auch ein wachsames Auge auf kleine Zweibeiner, wenn sie im Freien spielen.

Der Labrador Boxer Mix ist ein gelehriger und gehorsamer Begleiter, der seinem Besitzer gefallen möchte. Er ist daher ein sehr guter Vierbeiner für unerfahrene Hundehalter.

Die Gesundheit des Labrador Boxer Mix

Mischlinge werden nicht nur gezüchtet, um die Eigenschaften zweier Hunderassen zu vereinen. Ziel vieler Züchter ist es, das Risiko von rassebedingten Krankheiten zu minimieren.

So ist auch ein Labrador Boxer Mix weniger anfällig für rassetypische Krankheiten. Er leidet daher seltener unter der Hüft- und Ellenbogendysplasie oder der Brachycephalie, von der Boxer häufig betroffen sind.

Wenn der „Boxador“ die Leidenschaft für das Fressen vom Labrador geerbt hat, dann sollte der Hundehalter das Gewicht seines Lieblings im Blick behalten. Wenn der Vierbeiner zu viele Pfunde auf den Rippen hat, werden die Gelenke belastet, was das Risiko für Skeletterkrankungen erhöht.

Das ideale Training für den Mischling

Beim „Boxador“ paart sich das Selbstbewusstsein des Boxers mit dem Gehorsam des Labradors. Diese Eigenschaften sollten durch Training gefördert werden.

Wenn der Labrador Boxer Mix ein gewünschtes Verhalten zeigt, sollte das positiv verstärkt werden. Eine negativen Verstärkung in Form von Bestrafung kommt bei diesem Mischling jedoch „nicht gut an“ und mindert das Vertrauen in den Halter.

Ideal sind „Versteckspiele“, die den Labrador Boxer Mix auch mental fordern. Wenn der Vierbeiner sein Lieblingsspielzeug suchen muss, verbrennt er nicht nur Energie, sondern schärft auch seine Sinne.

Welche Lebenserwartung hat ein Labrador Boxer Mix?

Bei der Lebenserwartung sind die robusteren Mischlinge vielen reinrassigen Hunden eine Nasenlänge voraus. Während Labradore und Boxer ein Alter von 10 bis 12 Jahren erreichen, kann ein Labrador Boxer Mix ein Alter zwischen 12 und 15 Jahren erreichen.

Boxador-Welpen

Mit einem Labrador Boxer Mix zieht ein fröhliches kleines Kraftpaket in das Haus ein. Ein Boxador-Welpe ist ausgesprochen verspielt. Sie sollten daher geistig und körperlich herausgefordert werden.

Die selbstbewussten Vierbeiner benötigen eine frühe Sozialisation. Ideal sind Spaziergänge, bei denen sie andere Menschen und Artgenossen kennenlernen.

Unerfahrene Hundehalter können auch eine Hundeschule aufsuchen. Hier können sie den richtigen Umgang mit ihren kleinen Fellnasen lernen. So wird vermieden, dass ihm der Vierbeiner im Erwachsenenalter auf der Nase herumtanzt.

Bei sportlichen Betätigungen ist aber Vorsicht geboten. Da die Gelenke und Knochen der Youngsters noch nicht vollständig ausgehärtet und ausgebildet sind, dürfen sie weder viel Springen noch Treppensteigen.

Boxador Züchter

Wer den sympathischen Labrador Boxer Mix in sein Herz geschlossen hat, sollte sich beim Kauf eines Welpen ausschließlich an seriöse Züchter wenden.

Verantwortungsbewusste Züchter kümmern sich nicht nur um eine artgerechte Aufzucht der kleinen Fellknäuele. Um das Risiko rassebedingter Krankheiten zu minimieren, wählen sie für die Zucht ausschließlich gesunde Elternteile aus.

Sowohl Profi- als auch Privatzüchter können daher Nachweise über die Gesundheit der Eltern und der Welpen vorlegen.

Ein guter Züchter bietet den Hundehaltern in spe auch Kennenlerntermine an. So können sich Mensch und Tier gegenseitig beschnuppern.

Interessenten sollten daher insbesondere bei „Schnäppchenpreisen“ Vorsicht walten lassen. Für einen Boxador-Welpen müssen zwischen 800 und 1200 Euro einkalkuliert werden.